Universitätsklinikum Würzburg
Zentrum für Psychische Gesundheit
Margarete-Höppel-Platz 1
(ehemals Füchsleinstr. 15)
97080 Würzburg

Telefon (0931) 201-76050
Fax (0931) 201-77550

Herzliche Einladung zur ersten Wissenschaftskonferenz des Zentrums für Psychische Gesundheit am 16./17. Juni 2016

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Herzlich willkommen im Zentrum für Psychische Gesundheit!

Sehr geehrte Patientinnen und Patienten, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

im Oktober 2013 wurde am Universitätsklinikum Würzburg das Zentrum für Psychische Gesundheit eingerichtet.

Das Zentrum für Psychische Gesundheit löst die alte Nervenklinik nicht nur als Begriff ab, sondern erweitert sie auch inhaltlich.

„Nervenklinik“ als Begriff für eine gemeinsame neurologische und psychiatrische Klinik geht auf die Gründung der Klinik in den 90er Jahren des 19. Jahrhundert und damit die Zeit vor der Aufteilung dieser beiden Fächer zurück. Er entspricht seit dem Umzug der Neurologischen Klinik und Poliklinik in die Kopfklinik und damit bereits seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts nicht mehr der auch in Würzburg gelebten Realität.

Der Begriff „Psychische Gesundheit“ hat im angelsächsischen Sprachgebrauch in Form des Begriffes „Mental Health“ eine lange Tradition. Das bekannteste Beispiel weltweit ist sicherlich das National Institute of Mental Health in Bethesda, Maryland, in Deutschland ist das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim die historisch älteste Einrichtung mit diesem Namen.

Wir sind der Überzeugung, dass der Begriff „Psychische Gesundheit“ besser der Vielfalt der zwischenzeitlich entstandenen Fächer und ihrer Ansätze gerecht wird, die sich der Behandlung psychischer Erkrankungen widmen.

In Würzburg sind dies am Universitätsklinikum neben der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie heute die Klinik und Poliklinik für Kinder-und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie und als Einrichtung der Medizinischen Fakultät der Universität die Abteilung für Medizinische Psychologie und Psychotherapie, Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaften sowie als Einrichtung der Philosophischen Fakultät II der Universität der Lehrstuhl für Psychologie I mit den Arbeitsgebieten Klinische Psychologie, Interventionspsychologie und Psychotherapie. Über die beiden interdisziplinären Psychosomatischen und Neurogerontopsychiatrischen Tageskliniken sind auch die Medizinische Klinik II und die Neurologische Klinik und Poliklinik einbezogen.

Außer in der klinischen Versorgung arbeiten diese Einrichtungen im Bereich der Lehre in Form einer gemeinsamen Vorlesung und eines gemeinsamen Praktikums Psychiatrie und Psychosomatik und im Bereich der Forschung im Rahmen des von der DFG geförderten Sonderforschungsbereiches TR 58 „Furcht, Angst und Angsterkrankungen“ und unter Federführung der Medizinischen Klinik I im Rahmen des vom BMBF geförderten „Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz“ eng zusammen.

Der Begriff „Psychische Gesundheit“ spiegelt unseres Erachtens vor allem aber auch die zunehmende Bedeutung präventiver und hier vor allem auch psychoedukativer und psychotherapeutischer Maßnahmen zur Vorbeugung des Auftretens oder Wiederauftretens psychischer Erkrankungen wider.

Die Mitglieder des neuen Zentrums sind hier an zahlreichen Initiativen beteiligt, z.B.: Lehrernachmittage zur Aufklärung über psychische Erkrankungen als Ursachen schulischer Probleme, STOP-Initiative an Würzburger Schulen zur Prävention des Alkoholabusus, Projekt Effiziente Prüfungsvorbereitung der Universität zur Prävention von Prüfungsangst, Würzburger Bündnis gegen Depression, EarlyCBT Studie als Angebot für Angehörige Bipolar Erkrankter, Beratungsangebot in Zusammenarbeit mit der Diakonie für Eltern mit Psychischen Erkrankungen, Vogel Studie zur Frühdiagnose der Demenz vom Alzheimer Typ und Vortragsreihe in den Barockhäusern im Rahmen des Studium Generale.

Mit der Gründung des „Zentrums für Psychische Gesundheit“ wollen wir zum einen dieser neuen Wirklichkeit auch durch einen neuen Namen Ausdruck verleihen und zum anderen im Interesse der Patientinnen und Patienten einen Rahmen für ihre kontinuierliche Weiterentwicklung in enger Zusammenarbeit mit Niedergelassenen, Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen schaffen.

Prof. Deckert

Prof. Dr. Jürgen Deckert
Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie 

Prof. Romanos

Prof. Dr. Marcel Romanos
Kinder-und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie

Prof. Faller

Prof. Dr. Dr. Hermann Faller
Medizinische Psychologie und Psychotherapie, Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaften